
18. Juni 2026
Westnetz-Mitarbeitende spenden Restcents für das neue Wohlfühlbad im Hospiz
Langjährige Spendenaktion mit sozialem Engagement. 500 Euro aus Restcentkasse für mehr Lebensqualit...
Eine Mittelspannungsschaltanlage von innen: Neue Schaltschränke (links) ersetzen zukünftig in Umspannwerken alte Schaltschränke (rechts). (Foto: Westnetz GmbH)
Westnetz hat früh geschaltet: Das 110/10-kV-Umspannwerk in Verl ist nach umfangreicher Modernisierung auf dem technisch neusten Stand. Der Verteilnetzbetreiber ersetzte die alte 10-kV-Schaltanlage gegen ein neues und leistungsstärkeres Pendent. Damit erhöht die Westnetz GmbH, Tochtergesellschaft der Westenergie AG, die Versorgungssicherheit der rund 26.000 Einwohner, sowie der ortsansässigen Unternehmen und schafft gleichzeitig ideale Bedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region.
Laut IT.NRW stieg in Nordrhein-Westfalen der Anteil an Strom, der durch Windkraft ins Netz gespeist wurde, von 2022 auf 2023 um ca. ein Drittel an (von 8,8 Prozent auf 13,8 Prozent). Zudem setzen immer mehr Privathaushalte auf Photovoltaik und speisen Strom ins Netz ein. Diese und andere Entwicklungen verändern die Rahmenbedingungen für Verteilnetzbetreiber. Wo früher wenige große Kraftwerke den gesamten Strom lieferten, sind es heute viele kleine Anlagen, die Strom erzeugen – das gesamte Energiesystem dezentralisiert sich.
„Der Umbau des Umspannwerks ist ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende. Denn mit dem Anteil an erneuerbaren Energien, die ins Stromnetz eingespeist werden, steigt auch der Anspruch an effiziente Stromnetze“, erklärt Nils Heines, Projektleiter Planen/Bau Stationen der Westnetz GmbH. Mit der Investition in die Umspannanlage in Verl rüstet der Verteilnetzbetreiber einen relevanten Knotenpunkt des Netzes für die Zukunft. Damit schafft Westnetz eine leistungsfähige Infrastruktur, verbunden mit einer erhöhten Versorgungssicherheit für die angrenzende Region.
Die neuen Schaltschränke sind nur noch halb so breit und metallgekapselt. Dadurch wird zum einen weniger Raum benötigt und zum anderen die Arbeitssicherheit massiv erhöht, da die Anlage berührungssicher ist. Außerdem sind die neuen Felder fernsteuerbar. „Für uns hat die Versorgungssicherheit der Anwohnenden höchste Priorität, daher investieren wir viel in den intelligenten Um- und Ausbau unserer Netze“, berichtete Matthias Zumegen, Leiter Planen/Bau Weser-Ems. Sollte es in Zukunft trotz der neuen Schaltanlage zu einer Versorgungsunterbrechung kommen, können Westnetz-Mitarbeitende in der Netzleitstelle die Ursache dank der digitalen Technologien aus der Ferne identifizieren und die Zeit bis zur Wiederversorgung verkürzen.
Die Umspannanlage in Verl liegt an der Paderborner Straße und versorgt zahlreiche Privat- und Geschäftskunden seit mehreren Jahrzehnten zuverlässig mit Strom. Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Sie sorgt aber inzwischen immer mehr dafür, dass der Strom aus den erneuerbaren Energien auch ins vorgelagerte Netz eingespeist werden kann. Die Anlage in Verl transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 10.000 Volt. Für die einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Die Anlage kann die Energie aber auch in umgekehrter Richtung umwandeln, um sie ins Netz einzuspeisen.