
18. Juni 2026
Westnetz-Mitarbeitende spenden Restcents für das neue Wohlfühlbad im Hospiz
Langjährige Spendenaktion mit sozialem Engagement. 500 Euro aus Restcentkasse für mehr Lebensqualit...
Yvonne Pick-Becker (links) sowie Tobias Otto (rechts) überreichten die Spende der Westnetz-Mitarbeitenden für die Renovierung des Wohlfühlbades im Eugenie Michels Hospiz der Kreuznacher Diakonie. (Foto: Christine Jäckel)
Seit 22 Jahren gibt es das Eugenie Michels Hospiz der Stiftung Kreuznacher Diakonie. Durch die engagierte Arbeit des Pflegeteams hat sich die Einrichtung einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Auch bei der Westnetz-Belegschaft am Standort Idar-Oberstein/Bad Kreuznach wird seit vielen Jahren gesellschaftliches Engagement großgeschrieben.
Seit mehr als 15 Jahren gibt es dort die sogenannte Restcentkasse. Dabei spenden Mitarbeitende die Cent-Beträge ihrer monatlichen Lohnabrechnung. Ein Entscheidungsgremium des Betriebsrates wählt aus den Vorschlägen der Belegschaft regelmäßig soziale und gemeinnützige Projekte aus, die unterstützt werden sollen. Die Idee, das Eugenie Michels Hospiz zu fördern, stammt von Tobias Otto. Gemeinsam mit Yvonne Pick-Becker als Vertreterin des Betriebsrates überreichte er einen Spendenscheck über 500 Euro an Einrichtungsleiter Diakon Tobias Grote. „Man weiß, dass die Mitarbeitenden im Hospiz einen tollen Job machen und dass die Menschen hier gut aufgehoben sind“, betonten Pick-Becker und Otto bei der Scheckübergabe.
Die Spende fließt in die Renovierung des Wohlfühlbades, die bereits begonnen hat. Das Bad wird nach 22 Jahren umfassend modernisiert und an aktuelle Standards angepasst. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Geplant sind unter anderem eine neue freistehende Badewanne mit ebenerdigem Einstieg und Lifter, eine Snoezelen-Anlage mit Licht- und Klangeffekten sowie neue Möbel, die den Entspannungscharakter des Raumes unterstreichen. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Das wird eine Möglichkeit für unsere Gäste, sich zu entspannen und einen Moment ganz für sich zu haben“, erläuterte Tobias Grote.
Das neue Wohlfühlbad soll nicht nur den Hospizgästen zugutekommen. Auch Angehörige, die im Hospiz übernachten können, sowie Teilnehmende der Gestalttherapie werden das Angebot nutzen können. „Das Leben passiert hier“, sagte Einrichtungsleiter Tobias Grote. Dieser Satz bringt den Grundgedanken der Hospizarbeit auf den Punkt. Die Bewohnerinnen und Bewohner der 16 Appartements sollen ihre letzte Lebensphase möglichst selbstbestimmt und lebenswert gestalten können.
„Den Menschen macht nicht nur seine Krankheit aus. Wir wollen unsere Gäste mit ihrer ganzen Lebensgeschichte und ihrem persönlichen Umfeld begleiten“, erklärte Grote den ganzheitlichen Ansatz der Hospizarbeit. Dazu gehören individuelle Wünsche und besondere Erlebnisse: von einem Lieblingsessen aus der Hospizküche über einen Besuch im Eiscafé bis hin zu einer Ausfahrt im Cabrio, die von den Ehrenamtlichen ermöglicht wird. Für die Gäste ist die Versorgung im Hospiz kostenfrei. Die Kosten von derzeit 623 Euro pro Tag werden zu 95 Prozent von den Krankenkassen übernommen. Den verbleibenden Anteil muss die Einrichtung durch Spenden finanzieren. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine ärztliche Bescheinigung über das Vorliegen einer lebensverkürzenden Erkrankung.