29. Juni 2026

Westnetz baut Umspannanlage Großlittgen aus

Anlieferung und Einbau eines neuen Transformators in der Umspannanlage Großlittgen. (Foto: Westnetz GmbH)

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Pachelle Flesch

Pressesprecherin


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  • Ausbau stärkt Versorgungssicherheit in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land
  • Anlage schafft zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energien


Der Verteilnetzbetreiber Westnetz baut die Umspannanlage Großlittgen schrittweise aus und macht das Stromnetz in der Region leistungsfähiger und zukunftssicher. Ziel der Maßnahme ist es, künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energien aus der Region aufnehmen und weiterleiten zu können. Westnetz investiert insgesamt über 3,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts.


Die Umspannanlage Großlittgen ist ein wichtiger Netzknoten für die regionale Energieversorgung. Sie verbindet das Hochspannungsnetz mit dem Mittelspannungsnetz und sichert eine zuverlässige Stromversorgung in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Gleichzeitig schafft die Anlage die Grundlage für die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien. Sie versorgt derzeit elf Kommunen in der Region mit rund 7.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.


Im Rahmen der Baumaßnahmen hat Westnetz einen bestehenden Transformator durch ein leistungsstärkeres Gerät ersetzt. Der Transport des neuen Transformators erfolgte Ende Mai und wurde in mehreren Abschnitten umgesetzt. Aufgrund neuer gesetzlicher Anforderungen fanden Umladevorgänge unter anderem in der Nachbargemeinde Landscheid sowie direkt in Großlittgen statt.


In einem weiteren Ausbauschritt ist vorgesehen, die Umspannanlage um einen zusätzlichen Transformator zu erweitern. Dieser wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen. Dadurch wird die übertragbare Leistung der Umspannanlage nahezu verdreifacht. Bei den Bauarbeiten nutzt Westnetz vorhandene Gebäude und bestehende Infrastruktur, um zusätzliche Eingriffe vor Ort zu begrenzen und Ressourcen effizient einzusetzen.


Hintergrund:

Das Stromnetz gliedert sich in das Hochspannungsnetz (110 Kilovolt), das Mittelspannungsnetz (20 Kilovolt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt). Umspannwerke verbinden diese Netzebenen miteinander und ermöglichen eine verlustarme Übertragung elektrischer Energie. Die Anlage in Großlittgen transformiert die elektrische Energie von 110 Kilovolt auf 20 Kilovolt. Für die einzelnen Verbraucherinnen und Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Die Umspannanlage kann erneuerbare Energie aus dezentraler Erzeugung aber auch in umgekehrter Richtung umwandeln, um sie ins vorgelagerte Netz einzuspeisen.