10. Juni 2026
Westnetz erneuert Leiterseile einer Hochspannungsfreileitung: Sperrung der A553 bei Brühl an zwei Juni-Wochenenden
Sperrung zwischen den Anschlussstellen Brühl-Ost und Brühl-Nord. Beide Fahrtrichtungen betroffen. U...
Im Zuge der Erdverkabelung werden in Adenau fünf digitale Ortsnetzstationen in das Verteilnetz eingebunden. Durch die Digitalisierung der Technik kann Westnetz die Ortsnetzstationen zukünftig aus der Ferne steuern und bei Bedarf noch schneller auf Störungen reagieren. (Foto: Westnetz / Martina Fischer)
Die Anforderungen und Belastungen an die Versorgungsnetze steigen stetig. Immer mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Unternehmen und Privathaushalten speisen Strom ein, während Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie Wärmepumpen zur Beheizung der Häuser den Strombedarf weiter erhöhen. Um den gestiegenen Anforderungen an die Netze gerecht zu werden und die zuverlässige Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen, modernisiert und verstärkt Westnetz das Stromnetz nun auch in der Stadt Adenau. Die Baumaßnahme mit einer Investitionssumme in Höhe von 3,6 Millionen Euro wird mit dem Glasfaserausbau für schnelles Internet kombiniert.
Westnetz stellt in Adenau die Stromversorgung von Freileitung auf Kabelanschluss um. Im Zuge dessen werden insgesamt 23,5 Kilometer Stromkabel in der Mittel- und Niederspannung neu verlegt. Dies ermöglicht die Anbindung von 673 Stromhausanschlüssen, die bisher über Dachständer und Freileitungen versorgt wurden, an das Kabelnetz. „Erdkabel sind gegenüber Witterungseinflüssen wie Sturm, Gewitter, Hagel und Starkregen weniger störanfällig als Freileitungen, bei denen der Strom über das Dach ins Haus gelangt. Gleichzeitig wird die Übertragungsfähigkeit des Stromnetzes erhöht, um den steigenden Bedarf an dezentraler Stromeinspeisung und den wachsenden Stromverbrauch zu bewältigen und somit das Netz stabil zu halten. Die Versorgungssicherheit wird durch die Verwendung von Erdkabeln deutlich erhöht“, erläuterte Felix Krämer, Netzplaner bei Westnetz.
Der Verteilnetzbetreiber teilt die Baumaßnahme zur Umstellung auf Erdkabel in drei Bauabschnitte ein. Der erste Abschnitt ist für das Jahr 2025 geplant, gefolgt vom zweiten Abschnitt im Jahr 2026 und dem letzten Abschnitt im Jahr 2027. Die betroffenen Anwohnenden des ersten Bauabschnittes werden Anfang Januar postalisch informiert. Sobald alle Hausanschlüsse auf Erdkabel erfolgreich umgerüstet sind, werden die Freileitungen samt Dachständer durch Westnetz demontiert.
Im Zuge der Erdverkabelung werden fünf digitale Ortsnetzstationen in das Verteilnetz eingebunden. Durch die Digitalisierung der Technik kann der Verteilnetzbetreiber die digitalen Ortsnetzstationen zukünftig aus der Ferne steuern und bei Bedarf noch schneller auf Störungen reagieren. Dies ermöglicht eine effizientere Überwachung und Wartung des Stromnetzes.
Westnetz kombiniert die Modernisierung des Stromnetzes mit dem Glasfaserausbau in Adenau. „Das Mitverlegen der Mittel- und Niederspannungskabel in den offenen Baustellen erspart nicht nur Zeit und Kosten, sondern reduziert auch die Beeinträchtigung aller Anwohnenden“, so Krämer. Westnetz baut im Auftrag der Westconnect GmbH das Glasfasernetz in FTTH-Bauweise (Fiber to the Home) aus, also schnelles Internet direkt bis ins Gebäude. Während der Bauphase bittet Westnetz um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen.
Neben dem kontinuierlichen Ausbau der Netzinfrastruktur, also dem Zubau von mehr Leitungen, mehr Transformatoren und mehr Ortsnetzstationen, treibt der Verteilnetzbetreiber zudem die Digitalisierung und die Verstärkung des Stromnetzes weiter voran. Westnetz nimmt damit als Treiber der Energiewende eine führende Rolle im notwendigen Umbau der Energienetze in Rheinland-Pfalz ein.