
14. Oktober 2026
Spende für die Lebenshilfe Mitte Vest
Mitarbeitende der Westnetz in Recklinghausen spenden Teile ihres Gehaltes. 1.000 Euro für den guten...
v. l. n. r.: Bezirksbürgermeister Wilhelm Bock verschaffte sich gemeinsam mit Michael Semmler, Netzplaner bei der Westnetz am Standort Essen, Helge Feldkamp, Projektleiter Planen / Bau Ruhr-Niederrhein bei der Westnetz, und Petra Kox, Westenergie-Kommunalmanagerin, einen Eindruck von der neuen Schaltanlage auf Zollverein. (Foto: Westnetz GmbH)
Auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlebergwerk und heutigen Weltkulturerbes Zeche Zollverein hat die Westnetz die umfangreiche Modernisierung der eigenen Umspannanlage abgeschlossen. Nach dem Bau des neuen Anlagengebäudes unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes ist nach gut zwei Jahren kürzlich die technische Inbetriebnahme erfolgt. Nun ersetzt ein neues Schalthaus inklusive moderner 10.000-Volt-Schaltanlage mit 28 Feldern, die bisherige Technik. Damit einher geht ein Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Euro. Bezirksbürgermeister Wilhelm Bock verschaffte sich gemeinsam mit den Projektleitern einen Überblick vor Ort und zeigte sich beeindruckt von der neuen Technik: „Hier auf Zollverein treffen Industriekultur und modernste Energietechnik aufeinander. Die Investition in die neue Umspannanlage ist ein starkes Signal für eine sichere und leistungsfähige Energieversorgung in unserem Bezirk.“
Die Umspannanlage auf Zeche Zollverein versorgt zahlreiche Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden seit mehreren Jahrzehnten zuverlässig mit Strom. Die Modernisierung sorgt weiterhin für die Versorgungssicherheit von unter anderem rund 40.000 Haushalten in Essen Stoppenberg und Katernberg. Die neuen Schaltfelder sind nur noch halb so breit wie die damalige Technik und metallgekapselt, was den Bedienerschutz verbessert. Dadurch wird zum einen weniger Raum benötigt und zum anderen die Arbeitssicherheit massiv erhöht. Zudem sind die neuen Felder fernsteuerbar. „In Zukunft nutzen wir in Essen neueste Steuerungs- und Fernüberwachungstechnik für einen reibungslosen Netzbetrieb“, sagte Helge Feldkamp, Projektleiter Planen / Bau Ruhr-Niederrhein bei der Westnetz. Sollte es trotz der neuen Schaltanlage zu einer Versorgungsunterbrechung kommen, können Westnetz-Mitarbeitende in der Netzleitstelle die Ursache dank der erfolgten Digitalisierung aus der Ferne identifizieren und die Zeit bis zur Wiederversorgung verkürzen.
Im letzten Quartal dieses Jahres erfolgt der Rückbau des alten Technikgebäudes auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Grundstück. Die gewonnene Freifläche nutzt der Verteilnetzbetreiber als Lagerfläche beispielsweise für mögliche zukünftige Baustellen. Neben der Umspannanlage auf Zollverein investiert die Westnetz auch in das Bestandskabelnetz sowie den Ausbau digitaler Ortsnetzstationen. Diese analysieren das Netz in Echtzeit, unterstützen bei der Fehlereingrenzung und ermöglichen durch Fernsteuerung eine Minimierung der Ausfallzeiten im Stromnetz.
Hintergrund: Das Stromnetz ähnelt einem Straßennetz: Es gibt Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Ebenso teilt sich das Stromnetz in das Hochspannungsnetz (110.000 Volt), das Mittelspannungsnetz (10.000 Volt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt) auf. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: Das Hochspannungsnetz versorgt größere Orte und energieintensive Unternehmen, das Mittelspannungsnetz kleinere Orte / Stadtteile und Unternehmen sowie das Niederspannungsnetz einzelne Haushalte und Geschäfte. Umspannwerke und Ortsnetzstationen stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen her und sind damit vergleichbar mit Autobahnkreuzen oder Autobahnabfahrten.