26. Mai 2026
Ausbau von Straßenkappen im Kreuzungsbereich Hellweg / Kampstraße in Iserlohn
Straßenkappen im Kreuzungsbereich werden am Sonntagabend, 31. Mai 2026 ausgebaut . Arbeiten beginne...
Als Teil der Netzverstärkungsmaßnahmen rund um den Stüvveweg, die die durch Nachverdichtungen in der Bebauung und durch erhöhten Strombedarf der Anwohnenden nötig sind, hat Westnetz in dieser Woche bereits eine neue digitalen Ortsnetzstation aufgestellt, die die Versorgungsicherheit im Gebiet weiter erhöhen wird.
Westnetz treibt die Energiewende voran und investiert in das Stromnetz der Zukunft. Aus diesem Grund hat der Verteilnetzbetreiber im Metelener Ortskern, im Stüvvenweg, eine neue weitere Ortsnetzstation aufgestellt. Das Besondere an dieser zusätzlichen Station: es handelt sich um eine sogenannte digital Ortsnetzstationen. Hiermit verbessert das Unternehmen die Steuerung des Stromnetzes, indem Echtzeitinformationen zur Stromverteilung und Spannung direkt an die zentrale Leitstelle übermittelt werden. Dies ermöglicht eine Fernsteuerung und trägt zu einer noch zuverlässigeren Stromversorgung bei, da im Bedarfsfall beispielsweise noch schneller auf Störungen reagiert werden kann.
Geplant wurde die neue Netzverstärkungsmaßnahme am Westnetz-Betriebsstandort in Metelen. In der gesamten Region verantwortet Westnetz die Planung, den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb von 12.400 Kilometern Strom-, 2.500 Kilometern Gas- und 170 Kilometern Wassernetz. Insgesamt 130 Mitarbeiter sorgen in der Region für eine zuverlässige Energieversorgung.
Nötig wird die zusätzliche Anlage durch den gestiegenen Leitungsbedarf im direkten Umfeld, der durch die zahlreichen Mehrparteienhäuser entsteht, die in der Umgebung, u. a. auf dem Gelände der alten Schule, gebaut wurden beziehungsweise noch errichtet werden. Durch diesen Mehrbedarf der Bürgerinnen und Bürger an Strom wird Westnetz zudem im Laufe des Jahres in der Schulstraße und im Stüvveweg die Versorgungsleitungen sowohl im Bereich der Mittel- wie auch im Bereich der Niederspannung verstärken und hierfür neue Erdkabel verlegen, um die Versorgungssicherheit weiter auf einem sehr hohen Niveau zu sichern. Die digitale Ortsnetzstation wurde zunächst nur an ihren vorgesehenen Platz gestellt, um sie direkt anschließen und ins Verteilnetz integrieren zu können, sobald der letzte Teil des Schulgebäudes abgerissen und die Stichstraße erschlossen wird.
Schon heute sieht der Verteilnetzbetreiber einen signifikanten Anstieg der Netzbelastung und investiert daher frühzeitig in die Modernisierung der Technik. „In ein paar Jahren werden unsere Netze einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sein“, sagt Martin Enning, Netzplaner am Westnetz-Standort in Metelen, und ergänzt: „Dazu tragen vor allem der Ausbau der Elektromobilität sowie der Einsatz von Wärmepumpen bei. Zusätzlich muss das Netz immer mehr Energie aus Photovoltaikanlagen und weiteren Eigenerzeugungsanlagen dezentral aufnehmen. Um diese Entwicklung aufzufangen, bereiten wir unsere Technik schon heute auf die Zukunft vor.“
Ortsnetzstationen spielen eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung, indem sie Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung umwandeln. Digitale Ortsnetzstationen haben die gleiche Funktion, übertragen aber zusätzlich Live-Daten über Mobilfunk oder Glasfaseranbindung. So kann Westnetz das Stromnetz in Echtzeit analysieren und bei Bedarf schneller reagieren. Darüber hinaus erkennt das smarte System ungewünschte Vorkommnisse besonders schnell: Die Technik hilft, Fehler einzugrenzen und Ausfallzeiten zu reduzieren. Mit den gewonnenen Daten kann zudem der Betrieb der Netze noch bedarfsgerechter auf die zukünftigen Herausforderungen ausgerichtet werden.
Im Zuge der Digitalisierung der Infrastruktur modernisiert Westnetz fortlaufend die Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze im Versorgungsgebiet und macht sie fit für die Zukunft. Die Energiewende ist für die Verteilnetze ein Stresstest. Werden sie nicht massiv ausgebaut, werden sie diesen Test nicht bestehen. Für die Verteilnetzbetreiber besteht die Herausforderung darin, die steigenden Zahlen an neuen Verbrauchern und Erzeugern an die Stromnetze anzuschließen. Mit erheblichen Investitionen treibt Westnetz den Ausbau und die Verstärkung des Stromnetzes in den nächsten Jahren deutlich voran. Neben dem klassischen Netzausbau, also dem Zubau von mehr Leitungen, mehr Transformatoren und mehr Ortsnetzstationen, treibt Westnetz deshalb auch die Digitalisierung der Infrastrukturen massiv voran. Die Maßnahmen umfassen alle Ebenen des Verteilnetzes, wie die Erweiterung von Umspannwerken, aber auch die Errichtung digitaler Ortsnetzstationen. Damit ist es möglich, die Netze bei unerwarteten Verbrauchsspitzen oder hohen Stromerträgen durch Photovoltaik- oder Windkraftanlagen präzise zu steuern. Westnetz nimmt damit als Treiber der Energiewende eine führende Rolle im notwendigen Umbau der Energienetze in der Region ein.
Hintergrund:
Das Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen: Es gibt Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Ebenso teilt sich das Stromnetz in das Hochspannungsnetz (110.000 Volt), das Mittelspannungsnetz (10.000 Volt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt) auf. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: das Hochspannungsnetz größere Orte und energieintensive Unternehmen, das Mittelspannungsnetz kleinere Orte und Unternehmen sowie das Niederspannungsnetz einzelne Haushalte und Geschäfte. Umspannwerke und Ortsnetzstationen stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen her – vergleichbar mit Autobahnkreuzen oder Autobahnabfahrten.