16. Juli 2026

Strom fließt in Kerpen künftig durch intelligentes Netz

Wie das Stromnetz smarter wird, verdeutlicht der Verteilnetzbetreiber Westnetz durch die Errichtung intelligenter Ortsnetzstationen wie hier in Kerpen. (Foto: Westnetz GmbH / Henning Drees)

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Henning Drees

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  • Westnetz treibt Energiewende voran und digitalisiert Ortsnetzstation in Kerpen
  • Echtzeitinformationen verbessern zuverlässige und sichere Stromversorgung


Westnetz investiert in das Stromnetz der Zukunft und digitalisiert in Kerpen eine Ortsnetzstation. Mit der Digitalisierung seiner Technik kann Westnetz aus dem Netz gewonnene Live-Daten zu Strom und Spannung detailliert visualisieren, steuern und flexibler auf Änderungen von Netzaktivitäten reagieren. Dies trägt zu einer noch zuverlässigeren Stromversorgung bei.


Ortsnetzstationen spielen eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung, indem sie Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung umwandeln. Digitale Ortsnetzstationen übernehmen die gleiche Funktion, übertragen aber zusätzlich Live-Daten über Mobilfunk oder Glasfaser. So kann Westnetz das Stromnetz in Echtzeit analysieren und bei Bedarf schneller reagieren. Darüber hinaus erkennt das smarte System ungewünschte Vorkommnisse besonders schnell. Die Technik hilft dabei, Fehler einzugrenzen und Ausfallzeiten zu reduzieren.Die gewonnenen Daten helfen zudem, den Netzbetrieb gezielt an künftige Anforderungen auszurichten.


„Die Anforderungen an die Stromnetze werden immer komplexer. Immer mehr Energie stammt aus erneuerbaren Quellen, gleichzeitig steigt der Verbrauch durch die verstärkte Nutzung von etwa Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen. Digitale Ortsnetzstationen helfen uns, diese Auslastungen zu erkennen und entsprechend zu steuern“, erklärte Moritz Kraus, Planungsingenieur bei Westnetz.


„Die Energiewende macht einen konsequenten Ausbau leistungsstarker Stromnetze unverzichtbar. Mit den neuen digitalen Ortsnetzstationen lässt sich die Versorgungssicherheit in den Regionen weiter erhöhen. Deshalb begrüßen wir die Investitionen von Westnetz in eine moderne Infrastruktur sehr“, ergänzte Thomas Jurczyk, Bürgermeister der Stadt Kerpen.


Die Installation einer digitalen Ortsnetzstation erfordert mehrere Schritte: Im Vorfeld werden die Stromnetze über rechnergestützte Simulationswerkzeuge analysiert, der zukünftige Standort festgelegt, Verträge geschlossen und Genehmigungen von Behörden und Grundstückseigentümern eingeholt. Danach wird die alte Station freigelegt und außer Betrieb genommen. Für die Kundinnen und Kunden wird in dieser Zeit eine Ersatzversorgung sichergestellt. Anschließend wird die neue, digitale Ortsnetzstation eingebaut und in Betrieb genommen.


Weitere Informationen zu den digitalen Netzlösungen und Projekten finden sich hier: Digitalisierung der Energienetze.