09. Oktober 2024

Neubau der Hochspannungsverbindung zwischen Idar-Oberstein und Niederhausen: Westnetz beantragt Änderung im Planfeststellungsverfahren

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Sabrina Kunz

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  • Verfahren verläuft für 38 Kilometer langen Abschnitt nach Plan
  • Für sechs Kilometer langes Teilstück wird separates Verfahren beantragt


Der Verteilnetzbetreiber Westnetz hat bei der rheinland-pfälzischen Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) in Koblenz den Antrag auf Planänderung für den Ersatzneubau der 44 Kilometer langen Hochspannungsverbindung zwischen Idar-Oberstein und Niederhausen gestellt. Die Planänderung hat zum Ziel, das laufende Planfeststellungsverfahren für den 38 Kilometer langen Abschnitt zwischen Idar-Oberstein und Niederhausen ohne Verzögerung zu Ende zu führen. Das sechs Kilometer lange Teilstück zwischen der Umspannanlagen Waldböckelheim und Niederhausen wird daher aus dem aktuellen Verfahren herausgelöst. Westnetz wird für diesen Abschnitt ein separates Planfeststellungsverfahren beantragen.


Die im Rahmen der Offenlegungsphase des seit Mai 2022 laufenden Planfeststellungsverfahrens eingereichten Stellungnahmen und Einwendungen ergaben aus Sicht von Westnetz keine Belange, die dem geplanten Neubau des Abschnitts zwischen Idar-Oberstein und der Umspannanlage Waldböckelheim entgegenstehen. Die technischen Planungen für den Abschnitt zwischen der Umspannanlage Waldböckelheim und Niederhausen wird Westnetz jedoch überarbeiten. Um die Erneuerung der Freileitung aus dem Jahr 1930 für den weitaus längeren Abschnitt schnellstmöglich starten zu können, hat sich Westnetz in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde entschieden, eine Planänderung zu beantragen. Im laufenden Verfahren für den längeren Abschnitt ist der Erörterungstermin Ende Oktober der nächste Schritt. Im Anschluss an diesen Termin wägt die SGD Nord die Argumente aller Beteiligten ab und erteilt den Planfeststellungsbeschluss. Der Bau der gesamten Leitung auf Basis dieses Beschlusses wird voraussichtlich insgesamt mehr als drei Jahre in Anspruch nehmen, Baubeginn wird in Idar-Oberstein sein.


Der Neubau soll die bestehende Freileitung aus dem Jahr 1930 ersetzen. Das Alter der Leitung und die Netzoptimierung sind die Gründe für diese Maßnahme. Die Hochspannungsfreileitung versorgt auf der gesamten Länge von 44 Kilometern die Umspannanlagen Idar-Oberstein, Algenrodt, Niederwörresbach, Kirn, Monzingen und Waldböckelheim sowie weitere Anlagen im Netz zwischen Idar-Oberstein und Niederhausen. Über die Freileitung wird auch Strom aus großen Windparks und Photovoltaikanlagen in das Hochspannungsnetz eingespeist. Mit dem Neubau investiert Westnetz langfristig in die Versorgungssicherheit in der Region und ermöglicht darüber hinaus einen weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Besonders wichtig ist dies mit Blick auf die Zielsetzung der Landesregierung Rheinland-Pfalz, in einem Korridor zwischen 2035 und 2040 Klimaneutralität zu erreichen.