
26. August 2026
Westnetz erneuert Gashochdruckleitung in Hemer – Busverkehr zu den Schulen bis auf Weiteres eingeschränkt
Erneuerung der Gashochdruckleitung läuft weiter. Schulbusse halten ab Schulbeginn am ZOB Hemer. Die...
Vor einem der neuen Transformatoren an der Umspannanlage Schermbeck (v. l.): Dirk Krämer (Westenergie), Gerd Abelt (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters), Jürgen Tünnesen (Westnetz), Marius Schüürmann (Westenergie) und Andreas Heinen (Westnetz).
Westnetz investiert in eine leistungsfähige und zukunftssichere Stromversorgung in Schermbeck. Im Rahmen der umfassenden Modernisierung der Umspannanlage erneuert und erweitert der Verteilnetzbetreiber wesentliche Anlagenteile. Dazu gehören der Austausch von zwei Transformatoren, die Errichtung neuer Mittelspannungsschaltanlagen sowie die Modernisierung weiterer technischer Komponenten. Mit den Arbeiten schafft die Westnetz die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen an das Stromnetz auch künftig gerecht zu werden.
Die Modernisierung ist insbesondere vor dem Hintergrund des Ausbaus erneuerbarer Energien notwendig. Neue Windenergie- und Photovoltaikanlagen sowie steigende Leistungsanforderungen erfordern zusätzliche Netzkapazitäten. Deshalb entsteht in Schermbeck erstmals eine 25-Kilovolt-Spannungsebene. Im Zuge der Arbeiten wurde der erste Transformator am 11. August ausgetauscht, der zweite folgte am 12. August. Ein neuer 40-Megavoltampere-Transformator (MVA) ersetzt einen bisherigen Transformator mit einer Leistung von 15 MVA. Ergänzt wird die Anlage durch einen weiteren Transformator mit einer Leistung von 50 MVA, der die neue 25-Kilovolt-Spannungsebene verstärkt.
Vor Ort machten sich der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Gerd Abelt, sowie Westenergie-Kommunalmanager Dirk Krämer ein Bild von den neuen Transformatoren. „Mit der Modernisierung der Umspannanlage schaffen wir wichtige Voraussetzungen für die Energieversorgung von morgen. Gleichzeitig stärken wir den Wirtschaftsstandort Schermbeck und schaffen die notwendige Infrastruktur für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien“, sagte Gerd Abelt, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.
Thomas Wiedemann, Leiter Betrieb Primärtechnik Nord bei Westnetz, ergänzte: „Die Anforderungen an unsere Stromnetze steigen kontinuierlich. Mit der neuen 25-Kilovolt-Spannungsebene, leistungsstärkeren Transformatoren und moderner Anlagentechnik erhöhen wir die Netzkapazität deutlich und schaffen die Voraussetzungen, um künftig noch mehr Strom aus erneuerbaren Energien sicher in unser Netz zu integrieren.“
Neben den Transformatoren erneuert Westnetz auch die komplette Mittelspannungsschaltanlage für die 10- und 25-Kilovolt-Ebene sowie zahlreiche weitere technische Einrichtungen. Dazu zählen unter anderem die 110-Kilovolt-Sekundärtechnik, primärtechnische Komponenten wie Leistungsschalter und Erdungsspulen sowie die wasserwirtschaftliche Infrastruktur mit neuen Trafofundamenten, Gebäuden und Entwässerungsanlagen.
Umspannanlagen übernehmen eine Schlüsselrolle im Stromnetz. Sie verbinden verschiedene Spannungsebenen miteinander und sorgen dafür, dass elektrische Energie zuverlässig transportiert und verteilt werden kann. Mit der steigenden Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen wie Windenergie- und Photovoltaikanlagen gewinnen sie zunehmend an Bedeutung und bilden einen wichtigen Baustein für die Energieversorgung der Zukunft.