26. Mai 2026
Ausbau von Straßenkappen im Kreuzungsbereich Hellweg / Kampstraße in Iserlohn
Straßenkappen im Kreuzungsbereich werden am Sonntagabend, 31. Mai 2026 ausgebaut . Arbeiten beginne...
Die Anforderungen und Belastungen an die Versorgungsnetze steigen stetig. Um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft sicherzustellen, werden in Metelen, in den Straßen Sunnenkamp und Kardinal-von-Galen-Straße, die Niederspannungsleitungen auf einer Gesamtlänge von rund 650 Metern erneuert. Die Bauarbeiten nutzt der Verteilnetzbetreiber Westnetz, um auch die dortigen Gasleitungen zu sanieren. Die alten Rohre werden ausgetauscht und durch neue Leitungen aus Polyethylen ersetzt.
Die Bauarbeiten starten am 15. September und werden voraussichtlich, wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen, Anfang bis Mitte November abgeschlossen sein. In der Zeit kommt es in den beiden Straßen in verschiedenen Abschnitten auf den Bürgersteigen und am Straßenrand zu Einschränkungen, sowie zu halbseitigen Sperrungen. Auch kurzfristige Vollsperrungen sind im Laufe der Bauarbeiten möglich. Den Anwohnenden wird während der gesamten Bauzeit stets die Zufahrt zu ihren Grundstücken ermöglicht. Die Grundstücke selbst sind von den Bauarbeiten nicht betroffen. Im Zuge der Inbetriebnahme der neuen Versorgungsleitungen kann es jedoch zu kurzfristigen Strom- beziehungsweise Gasabschaltungen der betroffenen Häuser kommen. Hierüber werden die Anwohnenden rechtzeitig und individuell informiert beziehungsweise die notwendige Maßnahme mit ihnen abgesprochen.
Verantwortlich dafür ist die Westnetz. Geplant wurden die neuen Versorgungsleitungen am hiesigen Westnetz-Standort in Metelen. Ziel dieser Baumaßnahme ist es, auf die Entwicklungen im Zuge der Energie- und Wärmewende zu reagieren, so dass die Versorgungsnetze für die Zukunft fit gemacht werden. Die neu verlegten Niederspannungskabel erhöhen aufgrund der Kapazitätserweiterung die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger. Durch immer mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Firmen und Privatleuten, Ladestationen für E-Autos sowie durch die Installation von Wärmepumpen zum Heizen der Gebäude, steigen die Belastungen für die Stromnetze stetig. Um einer Überlastung der Netze und damit möglichen Störungen vorzubeugen, wird bereits jetzt in die Stärkung der Netze investiert. Schon heute sieht der Verteilnetzbetreiber einen signifikanten Anstieg der Netzbelastung und investiert daher frühzeitig in die Modernisierung der Technik.
Geplant wurde die neue Netzverstärkungsmaßnahme am Westnetz-Betriebsstandort in Metelen. In der gesamten Region verantwortet Westnetz die Planung, den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb von 12.400 Kilometern Strom-, 2.500 Kilometern Gas- und 170 Kilometern Wassernetz. Insgesamt 130 Mitarbeiter sorgen in der Region für eine zuverlässige Energieversorgung.
Westnetz modernisiert fortlaufend die Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze im Versorgungsgebiet und macht sie fit für die Zukunft. Die Energiewende ist für die Verteilnetze ein Stresstest. Werden sie nicht massiv ausgebaut, werden sie diesen Test nicht bestehen. Für die Verteilnetzbetreiber besteht die Herausforderung darin, die steigenden Zahlen an neuen Verbrauchern und Erzeugern an die Stromnetze anzuschließen. Mit erheblichen Investitionen treibt Westnetz den Ausbau und die Verstärkung des Stromnetzes in den nächsten Jahren deutlich voran. Neben dem klassischen Netzausbau, also dem Zubau von mehr Leitungen, mehr Transformatoren und mehr Ortsnetzstationen, treibt Westnetz deshalb auch die Digitalisierung der Infrastrukturen massiv voran. Die Maßnahmen umfassen alle Ebenen des Verteilnetzes, wie die Erweiterung von Umspannwerken, aber auch die Errichtung digitaler Ortsnetzstationen. Damit ist es möglich, die Netze bei unerwarteten Verbrauchsspitzen oder hohen Stromerträgen durch Photovoltaik- oder Windkraftanlagen präzise zu steuern. Westnetz nimmt damit als Treiber der Energiewende eine führende Rolle im notwendigen Umbau der Energienetze in der Region ein.
Hintergrund:
Das Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen: Es gibt Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Ebenso teilt sich das Stromnetz in das Hochspannungsnetz (110.000 Volt), das Mittelspannungsnetz (10.000 Volt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt) auf. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: das Hochspannungsnetz größere Orte und energieintensive Unternehmen, das Mittelspannungsnetz kleinere Orte und Unternehmen sowie das Niederspannungsnetz einzelne Haushalte und Geschäfte. Umspannwerke und Ortsnetzstationen stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen her – vergleichbar mit Autobahnkreuzen oder Autobahnabfahrten.