Horstmar/Laer,
14
März
2024
|
16:16
Europe/Amsterdam

Horstmar und Laer investieren in das Stromnetz der Zukunft

  • Energieversorgung Horstmar/Laer und Verteilnetzbetreiber Westnetz digitalisieren Ortsnetzstationen 
  • Live-Daten ermöglichen Echtzeitanalyse und bedarfsgerechten Netzausbau 

Die Energieversorgung Horstmar/Laer investiert in das Stromnetz der Zukunft. In Laer schließt der Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH im Auftrag des Unternehmens nun die erste digitale Ortsnetzstation ans Netz an. Mit der Digitalisierung der Technik kann die Energieversorgung Horstmar/Laer die aus dem Netz gewonnenen Live-Daten zu Strom und Spannung künftig besser beobachten, steuern und flexibler auf Veränderungen von Netzaktivitäten reagieren. Die anstehenden Baumaßnahmen bereitet Westnetz aktuell im Woord 21 vor und wird diese kurzfristig umsetzen. 

Ortsnetzstationen wandeln Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung um. Digitale Ortsnetzstationen haben die gleiche Funktion, übertragen aber zusätzlich Live-Daten über Mobilfunk oder Glasfaser. So kann Westnetz das Stromnetz in Echtzeit analysieren und steuern. Diese Daten helfen dem Verteilnetzbetreiber, das Netz bedarfsgerecht auszubauen. Darüber hinaus erkennt das System ungewünschte Vorkommnisse wie Stromausfälle besonders schnell: Die Technik unterstützt bei der Eingrenzung von Fehlern im Netz und verkürzt durch die Möglichkeit der Fernsteuerung die Ausfallzeiten im Stromnetz. 

Schon heute sehen die Energieversorgung Horstmar/Laer und Westnetz einen signifikanten Anstieg der Netzbelastung und stoßen daher frühzeitig die Modernisierung der Technik an. 

Petra Schulze Westerhoff, Geschäftsführerin der Energieversorgung Horstmar/Laer: „In weniger als zehn Jahren werden unsere Netze einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sein. Dazu tragen vor allem der Ausbau der Elektromobilität sowie der Einsatz von Wärmepumpen bei. Zusätzlich muss das Netz immer mehr Energie aus Photovoltaikanlagen und weiteren Eigenerzeugungsanlagen dezentral aufnehmen. Um diese Entwicklung aufzufangen, bereiten wir unsere Technik schon heute auf die Zukunft vor.“ 

„Digitalisierung ist der Fortschrittsmotor schlechthin“, sagte Laers Bürgermeister Manfred Kluthe. „Diese Investition in die Zukunft unserer Energieinfrastruktur wird dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Grundlage für weiteres Wachstum und Fortschritt in Laer zu legen.“ 

Er betonte zudem, wie wichtig in diesem Zusammenhang der nahezu einhundertprozentige Glasfaserausbau in den Ortszentren, den Gewerbegebieten und in den Außenbereichen von Horstmar und Laer gewesen sei. 


Hintergrund: 

Das Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen: Es gibt Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Ebenso ist das Stromnetz in das Hochspannungsnetz (110.000 Volt), das Mittelspannungsnetz (10.000 Volt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt) unterteilt. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: das Hochspannungsnetz größere Orte und energieintensive Unternehmen, das Mittelspannungsnetz kleinere Orte und Unternehmen sowie das Niederspannungsnetz einzelne Haushalte und Geschäfte. Umspannwerke und Ortsnetzstationen stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen her – vergleichbar mit Autobahnkreuzen oder Autobahnabfahrten.