Gasversorgung bei Westnetz weiterhin zuverlässig und sicher

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ruft Alarmstufe im Notfallplan Gas aus
  • Gasversorgung weiterhin uneingeschränkt gewährleistet


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat in Person von Bundesminister Robert Habeck heute die Alarmstufe im Notfallplan Gas, also die zweite von drei Stufen, ausgerufen. Die Gasversorgung in Deutschland ist aktuell uneingeschränkt gewährleistet. Dies gilt auch für das von der Westnetz sowie weiteren Netzbetreibern in der Westenergie-Gruppe betriebene Verteilnetz und somit auch für alle angeschlossenen Kundinnen und Kunden. Die Situation wird auf Ebene der Verteilnetzbetreiber und der Fernleitungsnetzbetreiber fortlaufend überwacht. 

Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist laut BMWK die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preiseniveau am Gasmarkt. Das BMWK bewertet die aktuelle Lage als eine Störung der Gasversorgung. Der Markt sei aber noch in der Lage, diese Störung oder die Nachfrage zu bewältigen. Die Information des BMWK findet sich hier: BMWK - Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ruft Alarmstufe des Notfallplans Gas aus – Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet 


Alarmstufe – was bedeutet das?

In der Alarmstufe gewährleisten die Marktakteure – gemäß der EnWG-Vorgaben – weiterhin über markt- und netzbasierte Maßnahmen in engem Austausch mit den Behörden eine sichere Gasversorgung. Durch die Ausrufung der Alarmstufe ändert sich also zunächst nichts am grundsätzlichen Status Quo. Entscheidend ist, dass die Bundesregierung für das Szenario einer erheblichen Reduktion der Gasimportmengen jetzt die erforderlichen Rahmenbedingungen schafft, um die Handlungsfähigkeit der relevanten Akteure sicherzustellen und die Märkte und Gasversorgung zu stabilisieren.  

Mit Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 hat Westenergie gemeinsam mit der Verteilnetztochter Westnetz eine Task Force einberufen. Diese beobachtet und bewertet kontinuierlich die Energieversorgung. Die Westenergie-Gruppe ist vorbereitet und steht im direkten Austausch mit den Behörden. 


Geschützte und nicht geschützte Kundengruppen

Der überwiegende Teil der Gaskunden ist per Gesetz geschützt und wird nicht abgeschaltet. Geschützte Kundinnen und Kunden sind – Stand 23. Juni 2022 – Privathaushalte, gewerbliche Standardlastprofilkunden und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, zum Beispiel Krankenhäuser, Altenheime und Einrichtungen, die für das Funktionieren des öffentlichen Lebens notwendig sind – beispielsweise Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk und Bundeswehr. 

Im Fall einer akuten Gasmangellage wird der Verteilnetzbetreiber Westnetz die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Gasversorgung für die geschützten Kundinnen und Kunden einleiten. Dies bedeutet auch, dass nicht geschützte Kunden mit registrierender Lastgangmessung – zum Beispiel Industriekunden – aufgefordert werden, ihren Gasbezug zu reduzieren oder einzustellen. Im Falle des Ausrufens der dritten Krisenstufe (Notfallstufe) übernimmt die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler dann die Abschaltvorgänge. Für Industriekunden bestehen dabei derzeit keine behördlich definierte Priorisierung. Vor diesem Hintergrund können angeschlossene Industriekunden ihre Argumente für eine besondere Priorisierung direkt an die Bundesnetzagentur richten. Nachstehend finden sich die entsprechenden Kontaktdaten.

Bundesnetzagentur Bonn
Krisenstab der Bundesnetzagentur 
Postfach-627@bnetza.de 
Tulpenfeld 4, 53113 Bonn 
Postfach 80 01, 53105 Bonn  

 

Zu Ihrer Information: Die BNetzA veröffentlicht auf ihrer Seite von Montag bis Freitag täglich einen Lagebericht zur Gasversorgung in Deutschland. Diesen Bericht finden Sie hier.