Fragen zur Einspeisung (FAQ)

Sollte Ihre Frage nicht zu finden oder nicht ausreichend beantwortet sein, wenden Sie sich bitte telefonisch an uns.

Allgemein

Wohin sollen die Einspeiseunterlagen (z. B. Anschlussanfrage, Inbetriebsetzungsprotokoll usw.) gesendet werden?

Hier haben Sie die Möglichkeit nach Eingabe der Postleitzahl des Anlagenstandortes alle Kontaktdaten des für Sie zuständigen Regionalzentrums zu erhalten. 

Ich habe noch keine neue Steuernummer erhalten. Was soll ich angeben?

Sofern Sie 19% Umsatzsteuer in Anspruch nehmen wollen, ist es für die Vergütungsauszahlung erforderlich die Steuernummer schnellstmöglich nachzureichen.

Warum soll ich einen Umsatzsteuersatz angeben und welchen?

Die Bekanntgabe der Umsatzsteuer ist wichtig für die Erstellung der Gutschrift. Die Höhe Ihres Umsatzsteuersatzes kann vom zuständigen Finanzamt oder dem Steuerberater erfragt werden.

Was muss ich bei mehreren Anlagen auf meinem Grundstück beachten?

Auswirkungen auf technische Vorgaben:

Die Leistung mehrerer Photovoltaikanlagen, die auf einem Grundstück oder Gebäude und innerhalb von (aktuell) 12 Kalendermonaten errichtet wurden, sind gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zusammen zu fassen.

Durch die Zusammenfassung nach § 9 EEG 2017 müssen ggf. andere technische Vorgaben erfüllt werden, als wenn die Anlagen separat betrachtet würden.

Bei einer Gesamtanlagenleistung von mehr als 30 kWp und bis einschließlich 100 kWp müssen die Photovoltaikanlagen mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung (Funkrundsteuerempfänger) ausgestattet werden.
Bei einer Gesamtleistung von mehr als 100 kWp müssen zusätzlich technische Einrichtungen zur Abrufung der Ist-Einspeisung (registrierende Lastgangmessungen, RLM) installiert werden.
Diese Verpflichtungen bestehen unabhängig von den Eigentumsverhältnissen der Photovoltaikanlagen.

Auswirkung auf die Vergütung:

Die Leistung mehrerer Photovoltaikanlagen, die auf einem Grundstück, Gebäude oder Betriebsgelände und innerhalb von (aktuell) 12 Kalendermonaten errichtet wurden, sind gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zusammen zu fassen.

Zusätzlich kann durch die Zusammenfassung nach § 24 EEG 2017 die Höhe des Vergütungssatzes der Photovoltaikanlagen sinken.
Da die Vergütungssätze bei Gebäude-Photovoltaikanlagen gestaffelt sind (aktuell bei 10, 40 und 750 kWp) kann die jeweils zuletzt in Betrieb genommene Anlage durch die Zusammenfassung in die nächst höheren Kategorien fallen. Die Zusammenfassung ist unabhängig von den Eigentumsverhältnissen der Photovoltaikanlagen.
Falls Sie sich unsicher bezüglich der Gesamtleistung der Photovoltaikanlagen auf dem Grundstück oder Gebäude sind, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Ich benötige einen Einspeisevertrag. Woher bekomme ich den?

Die Anschlusszusage beinhaltet alle nötigen Regelungen, die zur Abwicklung von Eigenerzeugungsanlagen nötig sind. Sollten Sie dennoch einen gesonderten Einspeisevertrag benötigen (z.B. zur Vorlage beim Finanzamt), rufen Sie uns bitte an.

Wo finde ich weitere Informationen zur 49,5 Hz- bzw. 50,2 Hz-Nachrüstung?

Weitere Informationen zu den zeitlich begrenzten 49,5 Hz- und 50,2 Hz-Nachrüstungen finden Sie auf den jeweiligen Info-Seiten.

Meine Anschlusszusage ist abgelaufen. Was muss ich tun?

Sie haben eine dreimonatige Frist zur Unterzeichnung und Rücksendung der Anschlusszusage.

Sollten Sie nicht in diesem Zeitraum die Anschlusszusage unterzeichnet und zurückgesandt haben, werden die reservierten Einspeisekapazitäten wieder freigegeben.

Sollten Sie in Zukunft erneut Interesse an der Errichtung einer Photovoltaikanlage haben, stellen Sie bitte einen neuen Antrag.

Ab Unterzeichnung und Rücksendung der Anschlusszusage haben Sie sechs Monate lang Zeit die Anlage zu errichten und in Betrieb zu nehmen.

Ich möchte die Leistung meiner Anlage verändern. Was ist zu tun?

Wenn Sie Ihre Eigenerzeugungsanlage vergrößern (erweitern) möchten, stellen Sie bitte einen Antrag auf Anschluss einer Eigenerzeugungsanlagen bzw. Antrag auf Anschluss einer Photovoltaikanlage. Photovoltaikanlagen und KWK-Anlagen können Sie über unser Einspeiserportal beantragen.

Wenn Sie Ihre Eigenerzeugungsanlage, z.B. bei Modulrückbau Ihrer Photovoltaikanlage, verkleinern möchten, bzw. diese außer Betrieb nehmen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Welche Voraussetzungen müssen zur Inbetriebnahme erfüllt werden?

Die Inbetriebnahme ist im EEG 2017 § 3 Nr. 30 geregelt.

Bei KWK-Anlagen ist die Inbetriebnahme gleichzusetzen mit der Erstaufnahme des Dauerbetriebs.

 

Abrechnung

Welche Werte werden für die erste Einspeiseabrechnung zu Grunde gelegt?

Für die erste Abrechnung wird anhand der im Kundendaten- und Inbetriebsetzungsblatt angegebenen Daten ein Prognosewert für die Einspeisung ermittelt.

Wann erhalte ich meine Einspeisevergütung?

Nach Einbau der Messeinrichtung(en) lassen Sie uns bitte die noch erforderlichen Unterlagen für Ihre Erzeugungsanlage zukommen. Welche dies sind, hängt von der Art Ihrer Erzeugungsanlage ab. Sobald uns alle für die Auszahlung der Einspeisevergütung erforderlichen Daten vorliegen, werden wir diese an unsere Abrechnungsabteilung weiterleiten. Eine Auszahlung erfolgt gemäß § 26 EEG 2017 zum 15. eines Monats.

Wie erfolgt die Abrechnung bzw. die Auszahlung der Einspeisevergütung?

Die Abrechnungsabteilung erstellt anhand Ihrer Angaben im Kundendaten- und Inbetriebsetzungsblatt einen Abschlagsplan. Dieser Abschlagsplan mit Angabe über die monatlichen Zahlungen (Abschläge) wird Ihnen auf dem Postweg zugestellt. Anhand der Ablesewerte am Jahresende wird eine Jahresabrechnung erstellt und die Höhe der Abschläge für das neue Abrechnungsjahr werden ggf. angepasst.

Bei Fragen zur Abrechnung stehen wir Ihnen unter der Rufnummer 0800 93786389 gern zur Verfügung. Zur schnellstmöglich gezielten Weiterleitung, nennen Sie das Stichwort "Abrechnung - Einspeiser".

Wie hoch ist mein Vergütungssatz?

Die aktuell gültigen Vergütungssätze sind auf den Seiten der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Der Vergütungssatz ist energieartspezifisch und zusätzlich abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie dem Erstinbetriebnahmedatum, der Anlagenleistung und der Anlagenart.

Was ist bei einer Stromsteuerbefreiung zu beachten?

Die Höhe der gesetzlichen Förderung (anzulegender Wert) verringert sich für Strom, der durch ein Netz durchgeleitet wird und der von der Stromsteuer nach dem Stromsteuergesetz befreit ist, um die Höhe der pro Kilowattstunde gewährten Stromsteuerbefreiung.

Zur Ermittlung der zulässigen Vergütungshöhe durch den Netzbetreiber ist es notwendig, dass der Anlagenbetreiber zu einer Stromsteuerbefreiung Mitteilung macht.

Wo kann ich meine Zählerstände melden?

Sie erhalten von uns immer zum Ende eines Jahres (Photovoltaikanlagen) bzw. vierteljährlich (KWK-Anlagen) Ablesekarten, auf denen Sie die Zählerstände Ihrer Eigenerzeugungsanlage mitteilen können. Sollten Sie keine Ablesekarte erhalten haben, teilen Sie uns die Zählerstände bitte online oder per Mail an einspeiserabwicklung@westnetz.de mit. 

Was ist, wenn meine Zählernummern bzw. Vorjahreszählerstände auf der Ablesekarte nicht korrekt sind?

Sollte Ihre Zählernummer auf der Ablesekarte nicht korrekt sein, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Wenn die Vorjahreszählerstände auf der Ablesekarte nicht korrekt sind, wenden Sie sich bitte an unsere Kollegen von der Abrechnung. Die Abrechnungsstelle steht Ihnen unter folgender Telefonnummer 0251 711-2228 oder per E-Mail unter einspeiserabwicklung@westnetz.de zur Verfügung. 

Warum werden die Einspeisevergütung und meine Stromrechnung nicht miteinander verrechnet?

Die in das allgemeine Verteilnetz eingespeiste Energie Ihrer Eigenerzeugungsanlage wird durch den Verteilnetzbetreiber (hier: Westnetz GmbH) vergütet. Die Abrechnung des Stroms, den Sie aus dem Netz beziehen, erfolgt durch den jeweiligen Stromversorger (z.B. RWE Vertrieb, Stadtwerke). Durch die Vorgabe des Energiewirtschaftsgesetzes muss eine strikte Trennung zwischen Stromversorger und Verteilnetzbetreiber gegeben sein. Aus diesem Grund können Ihre Stromrechnung und die Einspeisevergütung nicht miteinander verrechnet werden.

 

Messung

Was ist ein RLM-Zähler?

Die Abkürzung RLM steht für die registrierende Lastgangmessung. Ein RLM-Zähler ist bei Einspeiseanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW verpflichtend. Er wird aber auch z.B. ab einem Verbrauch von ca.100.000 kWh pro Jahr verbaut. Der RLM-Zähler misst viertelstündlich den Verbrauch, die Leistung und die Blindarbeit und sendet diese Werte an den Messstellenbetreiber.

Wie hat der Messaufbau zu erfolgen?

Eine Übersicht der derzeit gültigen Messkonzepte finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass andere Messkonzepte individuell mit uns abgestimmt werden müssen. Bitte teilen Sie uns für eine genaue Abstimmung Ihr geplantes Vorhaben samt Messaufbau mit. Nach Erhalt werden wir Ihr Vorhaben prüfen und uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ab wie viel kVA wird eine Wandlermessung nötig?

Die aktuellen Wandlergrenzen finden Sie in unseren technischen Mindestanforderungen (TMA).

Wie kann ich einen Zähler beantragen?

Was muss ich als Anlagenbetreiber machen?

Zur Beantragung eines Zählers wenden Sie sich bitte an Ihren Elektroinstallateur. Dieser sendet uns über das Installateurportal einen so genannten Inbetriebsetzungsauftrag Strom für den/die von Ihnen benötigten Zähler. Der Zählerversand / -einbau erfolgt nach Rücksendung der unterschriebenen Zweitschrift der Anschlusszusage.

Was muss ich als Elektriker machen?

Als konzessionierter Elektriker können Sie sich über das Installateurportal Strom einloggen und je benötigten Zähler einen Inbetriebsetzungsauftrag Strom beantragen. Der Zählerversand / -einbau erfolgt nach Rücksendung der unterschriebenen Zweitschrift der Anschlusszusage.

Werden die Zähler verschickt oder kann ich diese bei Ihnen abholen?

Was muss ich als Anlagenbetreiber machen?

Bitte setzen Sie sich hierzu mit Ihrem Elektroinstallateur in Verbindung.

Was muss ich als Elektriker machen?

Es gibt die Möglichkeiten zum einen den Zähler über den zentralen Zählerversand (ZZV) zu erhalten oder die Montage des Zählers von einem Monteur der Westnetz GmbH durchführen zu lassen. Um den ZZV nutzen zu können, müssen Sie dafür von dem zuständigen Installateurbetreuer freigegeben werden. Auf dem „Inbetriebsetzungsauftrag Strom“ muss entweder ZZV angekreuzt werden oder eine Telefonnummer zur Terminabsprache sollte angegeben werden. Allerdings behält sich die Westnetz GmbH vor, bestimmte Zähler selber zu montieren.

Wann erhalte ich den Zähler?

Der Zähler wird nach Rücksendung der unterschriebenen Zweitschrift der Anschlusszusage und nach Erhalt des Inbetriebsetzungsauftrages Strom versandt bzw. eingebaut.

Was kosten die Zähler für eine Erzeugungsanlage?

Die Höhe der von der Bundesnetzagentur genehmigten Messentgelte entnehmen Sie bitte aus den Preisblättern.

Was geschieht bei einem Zählerwechsel mit dem demontierten Zähler?

Bei einem Zählerwechsel über den zentralen Zählerversand erhält der Installatuer mit dem einzubauenden Zähler auch einen Rücksendeaufkleber, mit dem der Rückversand möglich ist. Sollte ein Monteur der Westnetz GmbH den Zählerwechsel durchführen, nimmt dieser den demontierten Zähler mit.

Mein Zähler misst nicht richtig. Was ist zu tun?

Wenn Unstimmigkeiten in der Messeinrichtung festgestellt werden, sprechen Sie bitte zuerst Ihren Elektroinstallateur an.

Kann dieser das Problem nicht beheben, wenden Sie sich gerne an uns. Es wird dann gemeinsam entschieden, ob eine Zählerüberprüfung oder ein Zählerwechsel vorgenommen werden soll.

Wer liest wann die Zähler ab?

Photovoltaik: Die Zähler sollten immer zum Jahresende (31. Dezember) abgelesen werden.

KWK: Die Zähler sollten immer zum Quartalsende abgelesen werden.

Zu den jeweiligen Ableseterminen erhalten Sie von uns eine Ablesekarte, auf der Sie die Ableseergebnisse eintragen können. Sollten Sie beim Ausfüllen der Ablesekarte(n) Probleme haben, finden Sie hier nähere Informationen.

Wie lese ich den Zähler ab? Was bedeuten die OBIS Kennzahlen?

Dies erklären wir Ihnen auf unserer Fragen & Antworten-Seite.

Ich habe eine registrierende Lastgangmessung: Wie kann ich meine Daten selbst einsehen?

Für alle Fragen bezüglich der Bereitstellung von Lastgangdaten sowie Medaco, wenden Sie sich bitte an das Energiedatenmanagement unter 02271 604-1445.

Wie erhalte ich die PIN für meinen EDL21-Zähler?

Sollten Sie noch keinen PIN für Ihren EDL21-Zähler erhalten haben, wenden Sie sich bitte an die Marktkommunikation unter folgender Telefonnummer 0231-4381602.

Kann bei PV-Anlagen auch später noch von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umgestellt werden?

Eine spätere Umstellung des Messkonzeptes ist in den meisten Fällen möglich. Hierbei sind gesetzliche Vorgaben zu beachten.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie eine nachträgliche Umstellung des Messkonzeptes wünschen.