Mettmann, 28. November 2016, Westnetz GmbH

Moderne Technik bringt lokale Energiewende voran



  • Drei automatisierte Ortnetzstationen optimieren die Stromversorgung in Mettmann

  • Kürzere Ausfallzeiten prognostiziert

Die Zahl der Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien steigt weiterhin an – so auch in Mettmann. Das erfordert einen Aus- und Umbau der Stromnetze. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz modernisiert dazu das Stromnetz in Mettmann durch den Austausch von drei konventionellen Ortsnetzstation in der Hasseler Straße, Spessartstraße und Breslauer Straße gegen automatisierte Ortsnetzstationen.

„Durch gezielte Automatisierung im Ortsnetz können Reaktionszeiten beim Störungsgeschehen deutlich verringert werden. Hierzu werden die Ortsnetzstation direkt an das bestehende Leitsystem der Westnetz angebunden“, sagt Netzplaner Lutz Anke. Sein Kollege Dennis Boenki ergänzt: „Die Kombination von Fernsteuerung und Fernmeldung ist die Automatisierungsvariante mit dem meisten Nutzen. So wird im Fall einer Störung die Fehlerdiagnose verbessert, gleichzeitig kann die Zeit bis zur Wiederversorgung verkürzt werden, und zwar zum Teil noch bevor unsere Techniker losgefahren sind. Das System spart also Zeit und führt bei einer Störung zu noch kürzeren Ausfallzeiten.“

Spannend ist die eingebaute Technik: Durch ferngesteuerte Lasttrennschalter sind Schalthandlungen im Netz direkt durch die Leitwarte möglich. Außerdem reagieren die Westnetz-Mitarbeiter mit dieser modernen Technik besser auf Schwankungen im Netz, die beispielsweise durch Wind- und Solareinspeisung entstehen können. „Wir brauchen für die Energiewende auch den Aus- und Umbau der Netze. Durch den Einbau automatisierter Ortsnetzstationen werden mehr Daten und Messwerte aus dem Netz aufgenommen und beobachtet. Mit Hilfe dieser Kommunikation der Netzdaten können wir Lastflüsse optimieren und damit die weiterhin hohe Versorgungsqualität gewährleisten“, sagt Georg Narciß, Leiter Netzplanung im Regionalzentrum Neuss. Oftmals wird das Thema Netzausbau im Rahmen der Energiewende mit den großen „Stromautobahnen“ in Verbindung gebracht. „Die Energiewende findet jedoch hauptsächlich vor Ort statt: Rund 95 Prozent der Maßnahmen werden auf den ,Bundes- bzw. Landstraßen‘ und den ,innerörtlichen Straßen‘ des Stromverteilnetzes umgesetzt. Die neuen Ortsnetzstationen mit ihrer Technologie sind Bestandteil eines Smart Grids, also eines modernen Stromnetzes, und sind betriebsbereit.“, ergänzt Narciß.


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