Vreden, 18. Oktober 2016, Westnetz GmbH

Millimeterarbeit für die Versorgungssicherheit



  • Westnetz modernisiert Umspannanlage in Vreden

  • Transformatoren wiegen jeweils 40 Tonnen

Ein 160-Tonnen-Kran platziert den zweiten 40 Tonnen schweren Transformator auf das neue Fundament in der Umspannanlage in Vreden.
Ein 160-Tonnen-Kran platziert den zweiten 40 Tonnen schweren Transformator auf das neue Fundament in der Umspannanlage in Vreden.

Westnetz modernisiert und erweitert die 110.0000-/10.000-Volt-Umspannanlage in Vreden. Auf dem Gelände des Umspannwerks an der Ostendarperstraße baut Westnetz eine neue 30.000- und 10.000-Volt-Schaltanlage. Das Herzstück der Anlage bilden zwei neue Transformatoren mit jeweils einer Leistung von 20 Megavoltampere.

Heute baut Westnetz die neuen Transformatoren ein. Spezialtieflader transportierten in der Nacht die etwa 40 Tonnen schweren Transformatoren zur Umspannanlage. Die rund fünf Meter langen, drei Meter breiten und fünf Meter hohen Transformatoren werden mit einem 160-Tonnen-Kran in Millimeterarbeit auf die neuen Fundamente gesetzt. „Die neuen Transformatoren gehen als Trafopaar mit einer Gesamtleistung von 40 Megavoltampere in Betrieb“, sagt Marius Stiller, Projektplaner bei der Westnetz, „und entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Sie arbeiten emissionsarm und effizient.“ Die Arbeiten finden während des laufenden Betriebs statt, das heißt, die Kunden bemerken die Arbeiten nicht. Stiller erklärt: „Das ist eine große Herausforderung. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Projektplan ermöglicht die Stromversorgung durch Umschaltungen im Stromnetz auch während der Baumaßnahmen zu gewährleisten.“

Die neuen 30.000- und 10.000-Volt-Schaltanlagen mit insgesamt elf Schaltfeldern werden in einem bereits vorhandenen, vollumfassend instandgesetzten rund 200 Quadratmeter großen Schaltgebäude untergebracht. Von hier aus erfolgt die Übergabe an die SVS-Versorgungsbetriebe. „Die neuen Schaltanlagen werden mit einer intelligenten Schutz- und Steuerungstechnik ausgerüstet“, sagt Marius Stiller. „Mit dieser innovativen Technik können beide Schaltanlagen rund um die Uhr ferngesteuert und überwacht werden.“

Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erhalten. Sie sorgt aber inzwischen immer mehr dafür, dass der Strom aus den erneuerbaren Energien weiter ins nachgelagerte Netz eingespeist werden kann. Die Anlage in Vreden transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 30.000 oder 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt.

Für Rückfragen:
Meltem Beutler
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