Bad Driburg, 11. August 2016, Westnetz GmbH

Westnetz wendet ökologisches Verfahren zur Leitungssicherung an



  • Naturnahe Ufersicherung des Bachlaufes der Aa in Bad Driburg-Herste

  • Enge Zusammenarbeit mit der unteren Landschaftsbehörde und der Landschaftsstation im Kreis Höxter

Der RWE-Verteilnetzbetreiber Westnetz hat vor Kurzem eine besondere Baumaßnahme abgeschlossen: Um die Gashochdruckleitung im Bereich des Naturschutzgebietes „Satzer Moor“ bei Bad Driburg Herste zu sichern, wurde das Bachbett der Aa in besonderer Weise gesichert. Diese Maßnahme war erforderlich, weil sich der Verlauf der Aa in den vergangenen Jahrzehnten geändert hat und somit die parallel verlaufende Ferngasleitung freigespült hat. Die erforderlichen Abstände zur Gasleitung waren nicht mehr vorhanden.

„Zunächst haben wir erwogen, die Gasleitung zu verlegen“, sagt Hans-Joachim Grollemann, Meister für den Gas-Hochdruckbetrieb bei der Westnetz GmbH. Er ist für den störungsfreien Betrieb dieser Leitung verantwortlich. „Eine alternative Trassenführung hätte allerdings zu einem deutlichen Eingriff in die ökologisch sensiblen Gebiete im Uferbereich der Aa geführt.“

Er und seine Kollegen haben daraufhin gemeinsam mit der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Höxter und der Landschaftsstation im Kreis Höxter ein Konzept zur naturnahen Wiederherstellung und Stabilisierung des ursprünglichen Bachlaufes entwickelt. Dafür wurden zunächst Eichenpfähle in den Bachlauf eingebracht. Zwischen die Eichenpfähle wurde danach Reisig eingeflochten. Die so entstandenen Schutzwände wurden mit örtlichem Bodenmaterial verfüllt. Solche Schutzwände nennt man Faschinen. Das Wurzelwerk der benachbarten Pflanzen wird im Laufe der Zeit den Boden stabilisieren. Später wird das Bachbett wieder in einer geraderen Form und mit ausreichend Abstand zur Gasleitung verlaufen. Von den Faschinen wird fast nichts mehr zu sehen sein. Westnetz investierte rund 80.000 Euro in diese Maßnahme. Westnetz hat dieses Verfahren erstmalig angewendet.

„Wir freuen uns, hiermit eine Methode entwickelt zu haben, die sowohl den Naturschutzinteressen als auch den Anforderungen an einen sicheren Leitungsbetrieb gerecht wird“ erklärt der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen beim Kreis Höxter, Michael Werner.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Landschaftsstation im Kreis Höxter, Frank Grawe, fügt hinzu: „Wir sind froh, dass wir alternativ zu einer Verlegung der Leitung gemeinsam diese Lösung entwickeln konnten und somit die Belange des Naturschutzes bestmöglich berücksichtigen konnten. Die Westnetz-Mitarbeiter haben unsere Bedenken ernst genommen und sind bei den Arbeiten sehr sensibel vorgegangen. Das war eine hervorragende Zusammenarbeit.“


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