Ascheberg, 01. Juni 2016, Westnetz GmbH

Wenn ein 90-Tonner Roller fährt



  • Westnetz tauscht Transformator in der Umspannanlage Ascheberg
    aus

  • Millimeterarbeit für die Versorgungssicherheit

  • Erstmaliger Einsatz eines Schwerlastrollers

Das 90-Tonnen Schwergewicht in Ascheberg
Das 90-Tonnen Schwergewicht in Ascheberg

Westnetz tauschte heute den 110.000-Volt-Transformator in der Umspannanlage Ascheberg aus. Ein Spezialtieflader transportierte in der Nacht den neuen Transformator zur Umspannanlage. Das rund drei Meter breite und rund vier Meter hohe und zehn Meter lange Schwergewicht bringt 90 Tonnen auf die Waage. Er wurde heute mit einem Schwerlastroller von der Straße zu seinem neuen Standort gebracht. Einen solchen Roller setzt Westnetz bei diesem Projekt erstmalig ein.

„Derzeit wird die Umspannanlage in Ascheberg modernisiert und ausgebaut. Wir schaffen damit wie an vielen Stellen in unserem Netz die Voraussetzungen für die Energiewende vor Ort“, sagt Egbert Petermann, Projektleiter bei der Westnetz GmbH. „Der neue Transformator ist das Herzstück der Anlage. Es handelt sich um einen so genannten Dreiwickler. Er kann die Spannung von 110.000 Volt in 30.000 Volt und 10.000 Volt umwandeln. Im Gegensatz zu vorher haben wir dann mehr Möglichkeiten, das Netz für die Einspeisung regenerativer Energien zu managen.“

Da der Tieflader wegen seiner Größe nicht in die Anlage hineinfahren kann, haben die Techniker der Transformator mit einem fernsteuerbaren Schwerlastroller bis zu seinem neuen Standort gebracht. Das Positionieren auf dem Fundament ist ebenso wie die Demontage des alten Trafos hingegen millimetergenaue Handarbeit mit Muskelkraft. Die Kunden merken von einem solchen Transformatorentausch nichts. Der neue Transformator kostet rund 700.000 Euro.

Hintergrund:
Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher
Spannungsebenen. Elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst
verlustarme Übertragung zu erhalten. Sie sorgt aber inzwischen immer mehr dafür, dass der Strom aus den erneuerbaren Energien weiter ins nachgelagerte Netz eingespeist werden kann. So sind Umspannanlagen wichtige Bausteine für die Energiewende. Die Anlage in Ascheberg transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 30.000 oder 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt.


Bei Fragen
Ingrid Meering
Öffentlichkeitsarbeit
Westnetz GmbH
T +49 251 711-2510
M +49 172 2373927