Nottuln, 08. April 2016, Westnetz GmbH

Solarenergie für die Umspannanlage in Nottuln



  • Westnetz nutzt zukünftig innovative technische Ergänzung für den Eigenbedarf der Umspannanlage

  • Erhöhung der Versorgungssicherheit

Der Umbau der Umspannanlage am Waldweg in Nottuln geht planmäßig voran. Heute bekommt die Anlage eine innovative technische Ergänzung: Der Netzbetreiber Westnetz GmbH, eine hundertprozentige Tochter der RWE Deutschland, wird zukünftig Sonnenenergie für den Eigenbedarf der Umspannanlage nutzen. Heute beginnen Techniker damit, die Solaranlage auf dem Dach des Schalthauses zu installieren.

Umspannanlagen sind wichtige Bausteine im Stromnetz. Sie schaffen die Verbindungen zwischen verschiedenen Spannungsebenen. Heute sind solche Anlagen in der Regel fernüberwacht und -gesteuert. Für die Schutz- und Überwachungstechnik sowie die Fernsteuerung der Schaltanlage benötigen sie selbst Strom in Form von Gleichstrom. Daher verfügen alle Umspannanlagen über große Batterien, die im Störungsfall für acht bis zwölf Stunden genügend Energie vorhalten. So kann das Netz auch nach einem größeren Stromausfall ferngesteuert wieder aufgebaut werden.

In Nottuln wird demnächst für den Gleichstromeigenbedarf Sonnenenergie eingespeist. Dafür wird auf dem Dach der Umspannanlage am Waldweg eine Solaranlage mit einer Leistung von 6,24 kW(p) errichtet. Diese speist den regenerativ erzeugten Strom direkt in die eigene Gleichstromverteilung sowie einen zusätzlichen Energiespeicher ein.
Bei der Solaranlage mit ihren 39,4 Quadratmetern Kollektorfläche handelt es sich um eine Anlage, wie man sie von vielen Hausdächern kennt. Für die Anwendung in einer Umspannanlage ist ihr Einsatz jedoch neu.

„Durch diese Maßnahme erreichen wir eine längere Verfügbarkeit von Gleichstrom für den Eigenbedarf der Anlage. So ist sogar im Fall eines Netzausfalls über zwölf Stunden hinaus die Fernsteuerung und Überwachung der Umspannanlage gewährleistet“, erklärt Projektleiter Egbert Petermann.

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk oder von dezentralen EEG Erzeugungsanlagen, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erhalten. Die Umspannanalage in Nottuln transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 30.000 auf 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Auf dieser Spannungsebene erreicht der Strom die Haushalte.

Die Westnetz mit Sitz in Dortmund ist der Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas im Westen Deutschlands. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der RWE Deutschland. Westnetz betreibt mit 5.100 Mitarbeitern eine Vielzahl von Netzen unterschiedlicher Eigentümer im Westen Deutschlands. Sie ist ein unabhängiger Verteilnetzbetreiber und stellt die Gas- und Stromnetze allen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei zur Verfügung. Im RWE-Konzern verantwortet Westnetz im regulierten Bereich Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 185.000 Kilometern Stromnetz und 28.000 Kilometern Gasnetz. Westnetz unterstützt die Energiewende in Deutschland mit zukunftsorientiertem Aus- und Umbau der Netze sowie zahlreichen Innovationsprojekten.


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