Wülfrath, 22. Februar 2016, Westnetz GmbH

Moderne Technik bringt lokale Energiewende voran



  • Automatisierte Ortnetzstation in Wülfrath optimiert die Stromversorgung

  • Kürzere Ausfallzeiten prognostiziert

Die Zahl der Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien steigt weiterhin an – so auch in Wülfrath. Das erfordert einen Aus- und Umbau der Stromnetze. Der Netzbetreiber Westnetz modernisiert dazu das Stromnetz in Wülfrath durch den Austausch von drei konventionellen Ortsnetzstation in der Mettmanner Straße 46, Alte Ratinger Straße und am Pumpwerk „Zur Fliethe“ gegen automatisierte Ortsnetzstationen.
„Durch gezielte Automatisierung im Ortsnetz können Reaktionszeiten beim Störungsgeschehen deutlich verringert werden. Hierzu werden die Ortsnetzstation direkt an das bestehende Leitsystem der Westnetz angebunden“, sagt Netzplaner Michael Jungbluth und ergänzt: „Die Kombination von Fernsteuerung und Fernmeldung ist die nutzbringendste Automatisierungsvariante. So wird im Störungsfall die Fehlerdiagnose verbessert und die Wiederversorgungszeiten können durch fernbediente Teilwiederversorgungen bereits vor Anfahrt des Entstör-Personals insbesondere in ländlichen Gegenden deutlich verbessert werden. Das spart Zeit und führt im Störungsfall zu noch kürzeren Ausfallzeiten.“
Aufregend sehen automatisierte Ortsnetzstationen, wie sie jetzt in Wülfrath aufgestellt wurden, nicht aus. Die eingebaute Technik ist dafür umso spannender: Durch ferngesteuerte Lasttrennschalter sind Schalthandlungen im Netz direkt durch die Leitwarte möglich. Außerdem kann man mit dieser modernen Technik besser auf Schwankungen im Netz reagieren, die beispielsweise durch Wind- und Solareinspeisung entstehen können. „Wir brauchen für die Energiewende nicht nur Solarmodule oder Windparks, sondern auch den erforderlichen Aus- und Umbau der Netze. Durch den Einbau automatisierter Ortsnetzstationen werden mehr Daten und Messwerte aus dem Netz aufgenommen und beobachtet (Smart Grid) und mit Hilfe dieser Kommunikation der Netzdaten Lastflüsse optimiert und damit die weiterhin hohe Versorgungsqualität gewährleistet.“, sagt Georg Narciß, Leiter Netzplanung bei Westnetz im Regionalzentrum Neuss.
Oftmals wird das Thema Netzausbau im Rahmen der Energiewende mit den großen „Stromautobahnen“ in Verbindung gebracht. Die Energiewende findet jedoch hauptsächlich vor Ort statt: Rund 95 Prozent der Maßnahmen zur Energiewende werden auf den „Bundes- / Landstraßen“ und den „innerörtlichen Straßen“ des Stromverteilnetzes umgesetzt. „Die neuen Ortsnetzstationen mit ihrer Technologie sind Bestandteil eines „Smart Grids“, also eines modernen Stromnetzes und sind betriebsbereit. Ein nächster Schritt Intelligenz in die Verteilnetze in Wülfrath zu implementieren. Wir zahlen damit auf die Energiewende Teil 2 ein, die durch den Gesetzesentwurf „Digitalisierung der Energiewende“ eingeläutet ist.“, sagt Peter Mathis, Leiter Regionalzentrum Neuss.


Die Westnetz mit Sitz in Dortmund ist der Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas im Westen Deutschlands. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der RWE Deutschland AG. Westnetz betreibt mit 5.100 Mitarbeitern eine Vielzahl von Netzen unterschiedlicher Eigentümer im Westen Deutschlands. Sie ist ein unabhängiger Verteilnetzbetreiber und stellt die Gas- und Stromnetze allen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei zur Verfügung. Im RWE-Konzern verantwortet Westnetz im regulierten Bereich Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 185.000 Kilometern Stromnetz und 28.000 Kilometern Gasnetz. Westnetz unterstützt die Energiewende in Deutschland mit zukunftsorientiertem Aus- und Umbau der Netze sowie zahlreichen Innovationsprojekten.





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